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Die Klosterkirche St. Antonius gehört zu den
herausragendsten und schönsten Barockkirchen Mitteldeutschlands. Die
Klosteranlage wurde 1668 – 1691 von Antonio Petrini im Stil des
Würzburger Barock – einer Sonderform des fränkischen Barock, die Petrini
als erster einführte - im Auftrag des Fürstbischofs von Würzburg und
Erzbischofs von Mainz Johann Philipp von Schönborn errichtet.
Die Klosterkirche gehörte zum Kloster der
Franziskaner, die 1667 nach Worbis kamen. Auf dem Gelände des 1525
zerstörten Zisterzienserinnenklosters errichteten sie zunächst eine
kleine hölzerne Kapelle und nannten sie "Antonius-Residenz". Am 13. Juni
1668, dem Gedenktag des heiligen Antonius, wurde der Grundstein für das
Kloster und die Klosterkirche gelegt. 1765 erfolgte der Umbau der
Klosterkirche, der aus ihr eine der schönsten und stilvollsten
Barockkirchen des ganzen Eichsfeldes machte. Nach der Säkularisierung
durch Preußen wurde 1824 das Kloster aufgehoben. Die Klosterkirche wird
heute von der katholischen Kirchengemeinde genutzt und gilt als
überregional bedeutender Wallfahrtsort. Durch die Tore der
Antoniuskapelle kann man das Gotteshaus betreten. Die mächtige Halle des
Kirchenschiffes wird von einer gewölbten Decke ohne Pfeiler überspannt.
Wunderschöne Bilder und lebensgroße Heiligenfiguren des prächtigen
Hochaltars sowie die kunstvollen Ausschmückungen der Nebenaltäre kann
man auf sich wirken lassen. Im Kirchenschiff fesselt die Kanzel den
Blick. Bei der Orgel
handelt es sich um die erste größte dreimanualige Orgel des Hochbarocks
nach dem 30jährigen Krieg im gesamten Mitteldeutschen Raum (außer den
norddeutschen Hansestädten).
Seit 1667 ist die Klosterkirche zugleich überregionale Wallfahrtskirche
für die Region, deren Bedeutung im regelmäßigen Bischofsbesuch zum
Ausdruck kommt.
Regelmäßig finden jedes Jahr Orgelkonzerte
in der Klosterkirche an der rekonstruierten Oehningerorgel statt.
Termine
Orgelkonzerte
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